Ergonomie

Die Hauptaufgabe der Arbeitswissenschaft Ergonomie ist es Belastungen zu vermeiden und die Arbeitsumgebung den Bedürfnissen des Einzelnen anzupassen.

Stress wird reduziert. Wir fühlen uns sicher und machen weniger Fehler.

Psychologische und soziologische Faktoren, die in der Raumplanung berücksichtigt werden, sind genauso wichtig wie physische Faktoren, die am Produkt, Sitz-Stehtisch und Bürostuhl berücksichtigt werden.

Indem diese erkannt und analysiert werden, kann die Arbeitsumgebung dem Menschen besser angepasst werden. Wenn alles gut zusammen passt

  • Der Mensch,
  • Die Arbeit die er tut
  • die Objekte die er benutzt und
  • die Umgebung in der er sich aufhält

dann gibt es weniger Stress, wir fühlen uns wohl, können die Arbeit schneller erledigen und machen weniger Fehler.

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geschrieben von 11 Dezember 2016 - 11:26:40

Die Hauptaufgabe der Ergonomie ist es auch in sicherheitsrelevanten Bereichen Fehlbedienungen zu vermeiden, indem die Arbeitsmittel und die Arbeitsumgebung dem Menschen optimal angepasst werden.

Damit wird Stress reduziert. Wir fühlen uns komfortabler und können Aufgaben schneller und einfacher erledigen. Und wir machen weniger Fehler.

Die Gesunderhaltung des Menschen ist eine logische Folge.

Jede wirksame Belastungsart führt zu einer Teilbeanspruchung. Die Summe aller wirksamen Teilbeanspruchungen führt zur Gesamtbeanspruchung.

Die einzelnen, auf den Menschen einwirkenden Einflüsse sind bestimmte Ausprägungen verschiedener TEILBELASTUNGEN, ausgehend von den Arbeitsmitteln, dem Arbeitsablauf, der Arbeitsumgebung …

Da es im Arbeitsumfeld Büro i.d.R. keine einzelne Teilbelastung gibt, die unmittelbar zu erheblichen nachweisbaren Gesundheitsschäden führt, ist es wichtig, die Gesamtbeanspruchung über einen längeren Zeitraum zu betrachten.

Der Mensch am Arbeitsplatz möchte gleichzeitig das Widersprüchliche:

Z.B.: Der Mensch braucht Gesellschaft. Gesehen und anerkannt zu werden ist ein Grundbedürfnis, das zur Entwicklung der Persönlichkeit notwendig ist (Feedback).

Auf der anderen Seite möchte er größtmögliche Privatheit. Er möchte gerne ein Einzelbüro für bestmögliche Konzentration und auf der anderen Seite optimale Kommunikationsbedingungen zu Mitarbeitern.

Es kommt daher darauf an, nicht unbedingt eine 100% Problemlösung für ein bestimmtes Bedürfnis zu erzwingen. Effektiver ist es z.B. eine 60/40 Lösung anzustreben.

Ergonomie umfasst den ganzen Menschen und ist in 6 Teilbereiche gegliedert:

  1. Anthropometrisch: umfasst die Anpassung des Arbeitsplatzes an die menschlichen Körpermaße
  2. Physiologisch: Arbeitsbedingungen dem Menschen anpassen (Beleuchtung, Klima, Lärm)
  3. Psychologisch: Dem Arbeitenden eine ihm angenehme Umwelt schaffen (Farbgestaltung, Dekoration, Formen)
  4. Informatisch Gestaltung von Infoträger (Auge, Ohr, tasten, fühlen .. Bildschirm ohne visuelle Störungen)
  5. Organisatorisch: Umfasst vorwiegend die Aufgabenstellung
  6. Sicherheitstechnisch: Vorschriften der Berufsgenossenschaft, u.a.

Die Wertigkeit unseres Umfeldes wirkt auf die Qualität der Arbeit.

Was sind Sie wert? ... das was der Einkauf für Ihren Arbeitsplatz ausgibt?

Leider sieht es in den meisten Unternehmensstrukturen so aus. Der Büroarbeitsplatz und dessen konkrete Ausstattung wird nicht als "Werkzeug" für bessere Leistung und Gesunderhaltung betrachtet.

Die zum Teil vielfältigen und subtilen Wirkmechanismen einer Büroumgebung und der einzelnen Ausstattungs- und Möblierungskomponenten werden bei den Entscheidungsträgern nicht wahrgenommen.

Dabei wirken zum Beispiel Tischplatten mit Plastikanleimer negativ auf die Qualität der Arbeit. Assoziieren Sie doch ein hohes Maß an Unverwüstlichkeit und Abwaschbarkeit. Mit anderen Worten: "Hier muss ich nicht aufpassen ...". Und das wird unbewusst auf die Arbeit übertragen.

Ein weiterer Aspekt ist die Wertigkeit, die jeder seiner Arbeit gibt. Wenn der Arbeitsplatz aus dem "billigsten" Material besteht, so kann die Arbeit auch nicht besser sein. Ein Handwerker mit schlechtem Werkzeug liefert auch schlechte Qualität.

Dagegen können Tischplatten die sich wie Massivholz anfühlen die Arbeitsqualität und das Gefühl steigern: „Das bin ich mir und dem Unternehmen wert.“ 

Sicherheit und Privatsphäre sind Voraussetzungen für Kreativität, konstruktiver Kommunikation und sozialer Intelligenz

  1. Sicherheit durch Backing = Rückendeckung
  2. Sicherheit durch Protection = Schild nach vorne
  3. Sicherheit durch Command = Übersicht über den Raum
  4. Persönliches Territorium in Form von Privacy = Privatheit = Privatsphäre

Eigentlich ist es ganz einfach. Vor allem anderen ist alles was Sie brauchen und alles wofür unsere Vorfahren gekämpft haben, ein sicherer Platz zum Leben. So wie unsere Vorfahren, in einer gefährlichen Umgebung, nach einem Platz mit guter Rückendeckung gesucht haben, so suchen Sie das Gleiche, archetypisch bedingt, auch in der modernen Welt.

Somit ist ein sicherer Arbeitsplatz mit Rückendeckung die Voraussetzung für jede weitere Entwicklung und Exposition Ihrer möglichen Arbeitsleistung.

Etwas mehr differenziert ist Ihre Präferenz für die eigene Privatsphäre. Die Privatsphäre ist mehr als vorgenannte Sicherheit. Sie impliziert zudem einen sicheren Raum für Ihre Individualität. Viele Sekretärinnen und Bürotätige wissen wie ungemütlich es ist, wenn jemand zu dicht hinter oder neben einem steht.

Wenn Sie an Ihrem Arbeitsplatz keine Sicherheit und keinen definierten Privatbereich haben (z.B. durch ungeeignete Möbel und schlechtem Raumkonzept), dann kreieren Sie unbewusst alternative Sicherheitsbereiche an Ihrem Arbeitsplatz.

Beispielsweise durch Ihr Verhalten gegenüber Ihren Mitarbeitern. Um andere auf etwas Abstand zu halten, verhalten Sie sich beispielsweise aggressiver, affektiver, ausweichender, drohender, antisozialer, defensiver, unkommunikativer, arroganter, reservierter, … Sicher alles Adjektive, die mit Ihrer Unternehmenskultur wenig konform sind und definitiv Ihren Zielen nach Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit entgegen wirken.

Darüber hinaus führt solch negatives Verhalten langfristig zu persönlichem Leid und gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Auf der anderen Seite fördert eine ergonomische Gestaltung unter der Prämisse Sicherheit und Privatsphäre die konstruktive Kommunikation, soziale Intelligenz für neue Ideen und bessere Wettbewerbsfähigkeit und sorgt gleichzeitig für mehr Lebensqualität.

Anthropometrie ist die Anpassung des Arbeitsplatzes an die menschlichen Körpermaße

Dabei geht es um Tisch- und Stuhlhöhen, Bewegungsbereiche und um die Anordnung der Arbeitsmittel um uns herum.

Die Bürotätigen müssen während ihrer Arbeitszeit häufig Aufgabenwechsel durchführen. Der Übergang vom normalen Schreibplatz zum Bildschirmarbeitsplatz erfolgt oft und muss deswegen durch eine leichte Körperdrehung bewerkstelligt werden können.

Die Innenrundung der Arbeitsplatte ermöglicht den einfachen Wechsel vom Bildschirm- zum Schreibtischbereich durch eine leichte Körperdrehung. Damit haben Sie alle Arbeitsmittel im Griff. Adaptionsvorgänge des Auges werden minimiert, da sich Bildschirm und Unterlagen in gleicher Entfernung befinden.

Eine entspannte Armauflage am Tischvermeidet gesundheitsschädliche Belastungen des Handgelenkpulsbereiches an der Tischkante, besonders bei extensivem Arbeiten mit der Maus, wie bei CAD und Grafikanwendungen.

Ein gut gestalteter Arbeitsplatz bietet links und rechts der Tastatur die Möglichkeit für Schreibarbeiten und Dokumentablage.

  1. Anthropometrische - nach den Maßen des Menschen - geformte Tischplatten
  2. Entspannte Armauflage
  3. Einfacher Wechsel vom Bildschirm- zum Schreibtischbereich durch leichte Körperdrehung
  4. Mehr Arbeitsfläche im Sicht- und Greifbereich

Achtung: Bei einem zu flachen Innenradius würde die Möglichkeit der Körperdrehung zwar assoziiert, in der Praxis würde dies aber zu schädigenden Körperhaltungen führen. Die Innenrundung muss deshalb kompromisslos exakt dem menschlichen Greif-Radius angepasst sein!

Die meisten Nackenschmerzen werden dadurch verursacht, daß nach oben geschaut wird.

Die Stellung der Schreibtische ist vom Licht abhängig

Ein gut ausgeleuchteter Arbeitsplatz sorgt für ermüdungsfreies Sehen und hat eine vitalisierende Wirkung.

Ab 45 Jahre lässt das Sehvermögen nach und es wird mehr Helligkeit benötigt. Eine gute Ausleuchtung des gesamten Raumes reduziert unangenehm hohe Kontraste und dunkle Bereiche und gesundes Vollspektrum Licht sorgt für mehr Sonnenscheinstimmung und Vitalität.

Um belastende Helligkeits-Adaptionen des Auges zu minimieren sollte in Blickrichtung Bildschirm – Umgebung eine einheitliche gleichmäßige Leuchtdichte gegeben sein.

Dies ist in der Regel weiter im Raum – entfernt vom Fenster – oder ca. 90 Grad zum Fenster gegeben. Wichtig ist NICHT das Fenster, sondern der tatsächlich störende Lichteinfall. Dies kann je nach Situation verschieden sein!

Sonnenlicht macht aktiv Sonnenlicht ist gut für die Gesundheit Beim Kunstlicht fehlt ein großer Teil des natürlichen Spektrums.

 

Stress Faktoren

  • Tisch zu hoch oder zu niedrig
  • Stuhl ohne Dynamisches Wippen
  • Haptik: scharfe Ecken und Kanten
  • Starre Positionen / Keine Bewegung
  • Blendendes Licht
    Irritierendes Licht und Spiegelungen
    „einschläferndes“ künstliches Licht
  • Exposition (keine Privatsphäre)
    Isolation / kein Team
    Aktivität im Rückenbereich / kein Backing
  • Schlechtes Klima
    dunkle und unnatürliche Farben
    Kalte technische Architektur
    Nicht genug frische Luft
  • Stressige Emotionen
    Negativer Krach (Wut, Sorge, Druck)

Vital Faktoren

  • Abgerundete (Soft) Ecken
  • Qualitativ wertiges Material
  • Einstellbares Arbeitsplatzmobiliar
  • Motivation zu mehr Dynamik / Bewegung
  • Sonnenlicht / Vollspektrumlicht
  • Sensible Positionierung des Arbeitsplatzes
  • Gute Beleuchtung
  • Arbeitsplatz mit „backing“ und Schutz der Privatsphäre
  • Blick zur Tür
  • Einzelner ist Teil einer Gruppe
  • Positives respektvolles Denken
  • Natürliche Farben
  • Harmonische Architektur
  • Frische Luft
  • Fröhliche Atmosphäre
    mehr Lachen und pos. Team Aktionen

 

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